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Führungstipps abgehakt – was es weiter braucht!
Wenn ich durch Social Media scrolle, sehe ich viele Listen:
10 Tipps für gute Führung.
7 Schritte für Konfliktgespräche.
5 Regeln für wirksames Feedback.
Man liest sie durch und denkt schnell: kenne ich, mache ich, kann ich – abgehakt.
Die Listen geben Orientierung. Und zugleich frage ich mich zunehmend, ob wir wirklich noch mehr davon brauchen – oder ob sie nicht auch in die Irre führen. Denn in den wirklich herausfordernden Führungssituationen greifen Checklisten zu kurz.
Führung geschieht in Beziehung. Und Beziehung lässt sich nicht durch Listen lernen und abhaken. Wissen ohne Integration hilft nunmal nicht weiter.
In meiner Arbeit mit Führungskräften geht es häufig um Vertrauen, Spannungen im Team, unausgesprochene Erwartungen, das Rollenverständnis, den Umgang mit Veränderungen oder die Frage, wie Potenziale von Mitarbeitenden wirklich zur Entfaltung kommen können. Das sind keine Situationen, die sich mit einzelnen Tools lösen lassen. Sie verlangen Selbstreflexion, Präsenz, Klarheit und die Fähigkeit, Beziehung bewusst zu gestalten.
In puncto Beziehungsgestaltung ist Luft nach oben. Der aktuelle Gallup Engagement Index zeigt: Die emotionale Bindung von Mitarbeitenden an ihr Unternehmen ist weiterhin sehr gering – nur jeder zehnte Beschäftigte ist emotional hoch gebunden. Die große Mehrheit erledigt ihre Arbeit zwar pflichtgemäß, bringt sich jedoch darüber hinaus kaum ein. Der dadurch entstehende wirtschaftliche Schaden ist erheblich. Die erlebte Führung ist laut Studie einer der wichtigsten Einflussfaktoren für diesen Umstand. Vertrauen, Motivation und Entwicklung hängen stark davon ab, wie Führung Beziehung gestaltet.
Gewaltfreie Kommunikation setzt genau hier an. Sie ist nicht nur Kommunikationstechnik, sondern ein Weg der bewussten Beziehungsgestaltung – zu Mitarbeitenden, zu Teams und zu sich selbst. Eine Beziehungsgestaltung auf Augenhöhe, die Vertrauen, Kooperation und Verantwortung stärkt und auf deren Basis sich Potenziale entfalten können.
Checklisten sind überflüssig, wenn Führungskompetenz aus der inneren Haltung heraus wirkt – in Feedbackgesprächen, Konflikten, Entscheidungen und im Alltag der Zusammenarbeit.
Diese Kompetenzen entstehen nicht nur durch Wissensvermittlung, sondern vor allem durch Reflexion, durch Ausprobieren und durch Erfahrungen – in einem geschützten Raum, in dem neue Formen von Beziehungsgestaltung erprobt werden können.
Ich begleite solche Entwicklungsprozesse in Ausbildungen zur Gewaltfreien Kommunikation und erlebe immer wieder, welch tiefgreifende Entwicklung in der Führung dadurch möglich wird. In Kürze startet wieder ein Einführungs-Workshop: GFK-Basic. Überzeugen Sie sich selbst!
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Manuela J. Petzold
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Ausbildungen in Gewaltfreier Kommunikation werden firmenintern und ab 2026 auch wieder als offene Seminare angeboten.
DialogRaum - aktuell biete ich keinen eigenen Übungsabend GFK an.
Übungsmöglichkeit in Augsburg: Übungsabend Gewaltfreie Kommunikation - jeder 4. Donnerstag im Monat, 19.00 - 21.00 Uhr - veranstaltet durch das Netzwerk Gewaltfreie Kommunikation Augsburg


